Marathon, Männer – Przygonski und Gottschalk starten stark in „Dakar“-Woche zwei

  • Tagesrang fünf auf erstem Teil einer Marathon-Etappe ohne abendlichen Service
  • Polnisch-brandenburgisches Duo zementiert Gesamtrang vier
  • Etappe Ha’il–Sakaka bringt Sand und Steine, sowie knifflige Navigation

Sakaka, 10. Januar 2021 – Im Konzert der ganz Großen im Fortissimo mitgegeigt: Jakub „Kuba“ Przygonski und sein Beifahrer Timo Gottschalk haben bei der Rallye Dakar erneut Tagesrang fünf gefeiert. Das polnisch-brandenburgische Duo gehörte auf dem siebten Teilstück des Wüstenklassikers von Ha’il nach Sakaka zu jenem Quintett, dass dem Rest des Feldes bedingungslos das Tempo vorgab. Der Tagessieg ging an Yazeed Al-Rajhi/Dirk von Zitzewitz (KSA/GER, Toyota), die Führenden im Gesamtklassement bleiben weiterhin Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (FRA/FRA, Mini). Przygonski/Gottschalk haben damit ihre vierte Position in der Gesamtwertung mehr als gefestigt. Sie bauten – trotz eines Reifenschadens sowie eines kurzen Festhängens auf einer Düne – ihren Vorsprung auf ihre Verfolger dank der guten Leistung an Tag sieben auf rund 36 Minuten aus.

„Die siebte Etappe war zu Beginn in den Dünen mit viel Kamelgras echt schwierig zu fahren, es folgten viele Felsen und Steine, was die Reifen hart rangenommen hat. Am Ende haben wir uns einen Plattfuß eingehandelt. Unser Rhythmus war okay, aber nicht brillant. Wichtig auf einer Marathon-Etappe: Unser Auto sieht so aus, als wäre es weiter in Top-Verfassung – es gibt also nicht so viel zu tun für uns.“

Jakub „Kuba“ Przygonski nach Etappe 07 der Rallye Dakar 2021

„Ein Reifenschaden, einmal kurz auf einer Düne festgesteckt – ansonsten sind wir gut durchgekommen. Es war ein langer, anstrengender Tag aber alles in allem einer ohne besondere Vorkommnisse. Teilweise war es heute wieder superschnell, extrem viele versteckte Steine im Sand. Wir wollten nicht zu viel riskieren. Ich denke, wir sind weiter im Plan.“

Timo Gottschalk nach Etappe 07 der Rallye Dakar 2021

Kein abendlicher Service – die Marathon-Etappe

Eine sogenannte Marathon-Etappe: Am Abend zwischen dem siebten und achten Tag der Rallye Dakar durch Saudi-Arabien war kein Service durch die Mechaniker erlaubt, nur durch die Teilnehmenden selbst. Alles, was erlaubt war mitzunehmen, war eine Tasche mit Schlafsack und Badutensilien. Entsprechend war auf dem ersten Teil dieser besonderen zwei Prüfungen kontrollierte Attacke gefragt – auch, um das Material zu schonen. Das gestaltete sich auf dem Abschnitt zwischen Ha’il und Sakaka als nicht ganz leichte Aufgabe: Neben sandigen Pisten standen auch Abschnitte zwischen Geröll auf der Agenda, die Navigatoren waren mit dem Einhalten der Kompassrichtungen gefragt, um besonders rauhem Gelände auszuweichen.