Unbeirrte Konstanz – „Game plan“ geht auf, Przygonski/Gottschalk festigen „Dakar“-Rang vier

  • Przygonski und Gottschalk meistern abschließende „Dakar“-Etappe vor dem Ruhetag
  • Tagesrang fünf auf Route Al Qaisumah–Ha’il
  • Polnisch-brandenburgisches Duo festigt Gesamtrang vier

Ha’il, 08. Januar 2021 – Mit klarem „Game plan“ durch eine äußerst starke erste „Dakar“-Woche – Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben auf der sechsten Etappe ihren vierten Gesamtrang beim Wüstenklassiker gefestigt. Auf der verkürzten Route zwischen Al Quaisumah und Ha’il erreichte das polnisch-brandenburgische Duo vor dem einzigen Ruhetag am Samstag einen guten fünften Tagesrang. Auf der 347 Kilometer langen Wertungsprüfung standen viele kleinere Dünenquerungen auf der Agenda, aber auch jene der Höchstkategorie drei. Dazu war auf teils schnellen Sandpisten die Konzentration von Fahrer und Beifahrer gefragt. Der Tagessieg ging an Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP, Mini), die Führung in der Gesamtwertung bleibt in der Hand von Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (FRA/FRA, Mini). Przygonski und Gottschalk folgen mit 1:11 Stunden Rückstand. Der FIA-Marathon-Weltcup-Champion von 2018 und der „Dakar“-Sieger von 2011 bauten zudem ihren Vorsprung auf Platz fünf deutlich auf rund 25 Minuten aus.

„Sehr viel Kamelgras, viele Sprünge im Sand, viele Dünen. Wir haben gepusht und einen guten Rhythmus gefunden. Wir haben diese Stage echt genossen! Eine physisch anstrenge Etappe, gut, dass sie vor den Ruhetag gelegt wurde. Wir sind mit unserer ersten Woche zufrieden. Anspruchsvolles Terrain, knifflige Navigation – ich denke, wir haben uns den Ruhetag redlich verdient. Dann kann Woche zwei kommen.“

Jakub „Kuba“ Przygonski nach Etappe 06 der Rallye Dakar 2021

„Ein großer Sandkasten heute! Zwar auch ein paar Steine mit dabei, aber viele Dünen, viel Kamelgras, schnelle sandige Pisten. Wir sind heute auch viel mit dem Auto in der Luft gewesen und viel gesprungen. Wir hatten ein gutes Tempo, auch wenn andere heute gezeigt haben, dass es noch schneller geht. Kein Reifenschaden, nicht verfahren – wir sind zufrieden, den Ruhetag erreicht zu haben. Und ich denke, in der Gesamtwertung sieht es für uns ordentlich aus.“1

Timo Gottschalk nach Etappe 06 der Rallye Dakar 202

Kurz und knackig? Von wegen!

Nachdem eine große Zahl Teilnehmender die fünfte Etappe erst spät beendete, wurde die heutige, sechste Etappe von Al Qaisumah nach Ha’il um 101 Kilometer verkürzt. Zwischen Kilometer 239 und 351 wurde eine zwölf Kilometer lange Abkürzung über Sandpisten und Dünen eingebaut und damit die Wertungsprüfung auf 347 Kilometer gegen die Uhr verringert. Zuvor standen rund 15 Kilometer Dünenquerungen der Kategorie drei auf der Agenda – die schwierigste Passage dieser Etappe. Dünen spielten jedoch auf der gesamten Route eine Rolle, dazu schnelle, teils ausgewaschene Sandpisten.