Bring it on! Przygonski/Gottschalk peilen bei der „Dakar“ 2021 die Top Fünf an

  • Polnisch-brandenburgisches Duo startet gut vorbereitet bei der Rallye Dakar 2021
  • Einsatzauto: Red-Bull-blauer Toyota Hilux mit star- und Orlen-Akzenten
  • Route durch Saudi-Arabien fahrerisch und navigatorisch fordernd

Dschidda, 30. Dezember 2020 – Ein Doppel-Adler im Land des Falken – Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk präsentieren sich „Dakar“-ready und starten als Geheimfavoriten in den Wüstenklassiker durch Saudi-Arabien. Der Pole und der Brandenburger – für deren Heimatregionen jeweils ein Adler als Wappentier steht – gehen bei der Rallye Dakar (02.–15. Januar) mit dem Ziel Top Fünf ins Rennen. Der Kreis der Favoriten und die Gruppe der Geheimfavoriten ist allerdings groß – entsprechend akribisch haben sich der FIA-Marathon-Weltcup-Sieger von 2018 und der „Dakar“-Champion von 2011 auf die Mutter aller Wüstenrallyes vorbereitet. Die Route führt von und nach Dschidda, durch das „Empty Quarter“ nach Ha’il und nach dem einzigen Ruhetag zurück an den Ausgangsort. Dabei queren die Teilnehmenden Dünenfelder, schnelle Sandpisten, steinige Passagen, gar Geröllfelder und Gebirgszüge. Eine Herausforderung für Fahrer, Beifahrer und Maschine. 2021 vertrauen Przygonski/Gottschalk auf einen Toyota Hilux 2021er-Bauart, eingesetzt von der belgischen Overdrive-Mannschaft, die auch das Semi-Werksteam der Japaner unterstützt.

Die „Dakar“ ist gekommen, und wir sind bereit. Unser Auto ist es auch. Wir können den Shakedown und die ersten Etappen dieser großen Wüstenrallye kaum erwarten. Auf den ersten Blick ähnelt die Rallye der des Vorjahres. Wir hoffen allerdings auf weniger Tempo-Bolzerei und mehr technische Abschnitte als zuvor. Hier liegen eher unsere Stärken. Auch eine anspruchsvolle Navigation kommt uns entgegen – denn Timo ist einer der Besten darin.

Jakub „Kuba“ Przygonski vor der Rallye Dakar 2021

Die erste Herausforderung bietet die Rallye Dakar schon vor dem Start: Die Anreise, die Quarantäne, die PCR-Tests, die aufgrund der Covid-19-Pandemie nötig sind, sind schon ein Marathon vor dem Marathon. Wir freuen uns darauf, endlich über die Startrampe zu rollen. Es wird wieder eine echte „Dakar“ werden – die A.S.O. hat bei der Streckenführung im Vergleich zum vergangenen Jahr sicherlich nachgebessert. Wir wissen nicht viel, deshalb habe ich mich mit Kartenstudium viel mit dem Terrain beschäftigt, um für „Kuba“ und mich ein Gefühl und ein Bild der Rallye zu entwickeln. Dieses Jahr wird für Navigatoren noch schwieriger – denn das neue digitale Roadbook steht uns erst bei den Etappen selbst zur Verfügung. Wir starten ins Blaue – und dann ist Improvisation gefragt.

Timo Gottschalk vor der Rallye Dakar 2021

Die Mega-Schleife durch Saudi-Arabien – „Empty Quarter“ inklusive

Die Rallye Dakar bietet alljährlich Offroad-Rallye-Sport mit Höchstschwierigkeiten. 2021 wird keine Ausnahme bilden. Die Route führt durch Saudi-Arabien – mit Start und Ziel in Dschidda. Zunächst streift die „Dakar“ das „Empty Quarter“, die mit 650.000 Quadratkilometern Fläche größte Sandwüste der Welt. Das Thema Sand begleitet die Teilnehmenden fortwährend – aber auch Stein- und Geröllfelder, schnelle Abschnitte durch weite Flächen und Gebirgspfade. Neben der fahrerischen Herausforderung bildet die Navigation eine weitere – etwa angesichts vieler ausgetrockneter Flussbetten und Wegkreuzungen.

Das neue digitales Roadbook und die Fahrt ins Blaue

Apropos Herausforderungen: Angesichts neuer Regeln für die Navigation stehen die Beifahrer anno 2021 vor einer noch größeren. Das Roadbook aus Papier, das sich die Beifahrer Tags zuvor penibel mit bis zu acht Farben individualisierten und ein erstes Mal einprägten, wird durch ein digitales ersetzt. Die Markierungen von Gefahrenstellen nimmt der Veranstalter A.S.O. (Amaury Sport Organisation) vor. Das Gerät – ein Tablet-Computer – ist fest im Fahrzeug verbaut und zeigt neben dem Roadbook-Abschnitt in der unteren Hälfte des hochkant gestellten Bildschirms im oberen Teil GPS-Informationen an. Allerdings erst, wenn die Etappe begonnen hat. Die Navigation bleibt dennoch identisch zum Vorjahr – mit dem Unterschied, dass Beifahrer ihr Roadboock nicht am Abend zuvor vorbereiten können und damit „ins Blaue“ in die jeweiligen Wertungsprüfungen starten. Und Blau steht dem polnisch-brandenburgischen Duo Przygonski und Gottschalk bekanntlich, wie auch das Einsatzfahrzeug in markanten Red-Bull-Blau, inklusive star- und Orlen-Akzenten.