Viel Feind, viel Ehr – zu wenig Glück: Przygonski und Gottschalk beenden stark besetzte Baja Polen auf Platz fünf

  • Zwei Prüfungssiege und Pace für den Baja-Sieg – Przygonski/Gottschalk beeindruckend im Weltklasse-Feld
  • Abgescherte Radbolzen und zeitraubende Reparatur kosten mögliches Top-Resultat
  • Starker Sonntag zeigt Potenzial des polnisch-brandenburgischen Duos

Stettin, 06. September 2020 – Das Tempo ist da, das nötige Rennglück fehlte – Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben bei der Baja Polen ihr Potenzial in einem Weltklasse-Feld eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie beendeten die ersten Weltcup-Baja nach dem Covid-19-Lockdown trotz zweier von sieben möglichen Prüfungssiegen und zwei starken zweiten Plätze dennoch nur auf Platz fünf. Drei abgescherte Radbolzen und eine dadurch nötig gewordene und zeitraubende Reparatur auf der Sonderprüfung kosteten rund eine Stunde. Am Ende betrug der Rückstand des Marathon-Weltcup-Siegers von 2018 und des „Dakar“-Champs von 2011 knapp 36 Minuten – ein Top-Resultat wäre also möglich gewesen.

Die Baja Polen führte rund um Stettin durch viel schlammiges Gelände und forderte Mensch und Material auf das Äußerste. Dem mussten auch viele andere Weltklasse-Piloten Tribut zollen – darunter die mehrfachen „Dakar“-Sieger Nasser Al-Attiyah/Mattieu Baumel (QAT/FRA). Der Sieg ging an „Dakar“-Rekordsieger Stéphane Peternhasel und seinen Beifahrer Edouard Boulanger (FRA/FRA, Mini) vor Bernhard Ten Brinke/Tom Colsoul (NED/BEL, Toyota).

Eine wirklich harte und fordernde Baja Polen mit viel Regen, Schlamm und Wasserdurchfahrten. Für das Material, das für so viel Wasser gar nicht gebaut ist, natürlich eine enorme Härteprüfung. Wir haben alles gegeben, hatten einen guten Rhythmus – aber leider auch Pech. Wir haben auch zwei Prüfungen gewonnen – damit sind wir zufrieden. Denn jetzt wissen Timo und ich, dass wir mithalten können, wenn wir pushen.
Jakub „Kuba“ Przygonski nach der Baja Polen 2020

Die Baja Polen ist nie ganz leicht – aber durch die Wetterbedingungen war sie anspruchsvoll wie nie. Der viele Regen und schlammigen Wertungsprüfungen waren ein Härtetest – technisch wie fahrerisch. Die abgescherten Radbolzen und die lange Reparatur waren natürlich ärgerlich, denn ohne hätten wir hier gewinnen können – doch am Sonntag haben wir noch einmal Gas gegeben und gezeigt, was in uns steckt. Kuba hat einen tollen Job gemacht und so konnten wir sehen, was möglich gewesen wäre.
Timo Gottschalk nach der Baja Polen 2020

Gesamtwertung

Baja Polen

  1. Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (FRA/FRA), Mini, 5:52.20 Std.
  2. Bernhard Ten Brinke/Tom Coulsoul (NED/BEL), Toyota, 6:05.08 Std.
  3. Michał Małuszyński/Julita Małuszyńska (POL/POL), Mini, 6:15.24 Std.
  4. Aron Domżała/Szymon Gospodarczyk (POL/POL), Can-Am, 6:17.02 Std.
  5. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER), Toyota, 6:28.12 Std.