High Five: Przygonski und Gottschalk meistern harte Wüsten-Etappe der „Dakar“

  • Tagesrang fünf auf anspruchsvollem Teilstück Shubaytah–Haradh
  • Konzentration und Können gefragt: schwierigste Dünen der 2020er-„Dakar“
  • Vorletzte Etappe endet mit solider Leistung von Przygonski/Gottschalk

Haradh, 16. Januar 2020 – Ein weiteres Top-Resultat, und das bei einem echten Wüsten-Hammer: Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben die vorletzte Etappe der Rallye Dakar 2020 mit Tagesrang fünf gemeistert. 114 Kilometer reiner Dünenpassagen zu Beginn, schnelle Abschnitte auf Sand als Finale – das polnisch-brandenburgische Duo zeigte bereits zum fünften Mal in Folge mit einem Top-10-Resultat sein Potenzial – und das, obwohl es mit einer frühen Startposition auserkoren war, die Spuren für die folgenden Fahrer zu legen.

Am Freitag geht in Qiddiyah nach rund 7.700 Kilometern Gesamtdistanz und rund 4.900 Kilometern gegen die Uhr die Rallye Dakar 2020 zuende. Przygonski/Gottschalk hatten bereits am ersten Tag nach nur etwa 140 Wettbewerbskilometern mit einem Getriebeschaden unverschuldet ihre Chance auf ein gutes Gesamtresultat eingebüßt, die Rallye Dakar seither dazu genutzt, ihr Können zu beweisen und die Eigenarten der härtesten Rallye der Welt bei ihrer Premiere in Saudi-Arabien für die Zukunft zu studieren.

„Die Dünen zu Beginn der Prüfung waren echt schwierig zu fahren. Hier das richtige Tempo zu finden, war die große Aufgabe. Im letzten Teil ging es wieder um Tempo. Wir haben insgesamt einen guten Rhythmus gefunden und haben alles gegeben, Wir sind froh, dass wir die Prüfung so gut absolviert haben.“
Jakub „Kuba“ Przygonski nach Etappe 11 der Rallye Dakar 2020

„Eine wahre Wüstenprüfung! Wir haben über die gesamte Distanz nicht ein Auto zu sehen bekommen – nur Motorräder. Eine echt einsame Landschaft! Viel Dünen, viel Sand – knifflig, teils gefährlich zu fahren. Es gab wenige Angaben im Roadbook. Wir haben das Beste daraus gemacht und sind recht zufrieden.“
Timo Gottschalk nach Etappe 11 der Rallye Dakar 2020

Weckruf der besonderen Art – Dünen, Dünen, Dünen

Nach einer ungewöhnlichen Nacht in der riesigen Gemeinschaftsunterkunft des Marathon-Biwaks führte Teil zwei der kombinierten Etappe ohne Service des Teams zurück von Shubatah nach Haradh – und begann prompt mit einem wahren Weckruf. Die ersten 114 der insgesamt 379 WP-Kilometer bestanden aus Dünen, die ersten 77 davon aus besonders hohen Exemplaren der Kategorie 2. Es folgten Abschnitte entlang schneller Pisten, Off-Piste, weiten Ebenen und welligen Abschnitten, in teilweise schlechtem Zustand.

Und so geht’s weiter

Freitag, 17. Janau 2020, Tag 12 – Haradh–Qiddiyah

  • Distanz Wertungsprüfung: 374 km
  • Distanz gesamt: 447 km
  • Startzeit Wertungsprüfung ca. 09:20 Uhr/07:20 Uhr (Ortszeit/MEZ)
  • Zielzeit Wertungsprüfung ca. 11:45 Uhr/09:45 Uhr (Ortszeit/MEZ)

Bummeln ins Ziel? Nicht bei der Rallye Dakar 2020. Zum Abschluss des Wüstenklassikers werden Fahrer, Beifahrer und Material noch einmal richtig gestresst. Auf dem Weg nach Qiddiyah stehen die finalen 374 WP-Kilometer an, zunächst mit offenen Gelände und schnellen Pisten, im zweiten Teil raues Gelände zwischen kleineren Bergen, ausgetrocknete Flussbetten und Canyons. Gegen Ende werden die Navigatoren noch einmal bei der Wegsuche gefordert, bevor es nach einer kurzen Verbindungsetappe von 20 Kilometern über das Podium geht – jenen Ort, zu dem sich die Abenteurer der Rallye Dakar zwei Wochen und rund 5.000 WP-Kilometer lang hingekämpft haben. Die Profis werden hier als Gesamtsieger gefeiert.